Schlafhygiene: Die Vorbereitung

Schlaflosigkeit ist grausam und vermiest den nächsten Tag gleich mit. Was du aktiv dazu beitragen kannst, um besser zu schlafen, erfährst du hier in dieser Beitrags-Reihe. Heute geht`s mal um das Schaffen der Rahmenbedingungen, damit es gut klappen kann mit dem Schlafen.


Fangen wir mit der Schlafenszeit an. Wie viel Schlaf brauchst du, um gut in den nächsten Tag starten zu können? Das ist ja individuell verschieden. Ich brauche mindestens 6 Stunden, besser 8. Da ich weiß, wann ich morgens aufstehen muss, kann ich mir ausrechnen, wann für mich Schlafengehzeit ist. Bei mir ist das 22 Uhr.




Ich sehe Schlaf als so basal wichtig an, dass ich tatsächlich alles daran setze, ausreichend davon zu bekommen und deshalb priorisiere ich Schlafengehen. Das wirkt sich auf die restliche Tagesplanung natürlich aus, auch auf mein Feierabendprogramm.


Das Abendprogramm empfiehlt sich so zu gestalten, dass du mindestens 30 Minuten (besser länger) bevor du zu Bett gehst, keine Elektronischen Medien mehr konsumierst. Das hat mit Blaulicht und Strahlung zu tun, die deinem Hirn signalisieren, es sei Tag und wir sind somit auf Aktion gepolt. In diesem Modus kann dein Körper nicht zur Ruhe kommen und in den Schlaf finden.


Generell empfiehlt es sich, wie bei den Kindern, rituell dafür zu sorgen, dass Abends dem Biorhythmus entsprechend, die Töne leiser, das Licht schummriger und alles andere auch heruntergefahren wird. Also Vorbereitung auf den Ruhemodus, sozusagen.


Fernsehen kann gemütlich sein, für dein Hirn ist es nur vermeintlich entspannend, denn dort rattert es weiter, entlang dem Handlungsstrang des Filmes in der Flimmerkiste. Energetisch zieht so ein "Strahlungsmonster" uns ebenfalls Energie ab und schwächt uns, genau wie der Laptop, das Tablet oder Handy. Deshalb meine Empfehlung: Fernsehen ja, in Maßen.


Vielleicht findest du ja andere Rituale, die dich möglicherweise deinem Partner auch näher bringen als das nebeneinander Sitzen und Schauen - zusätzlich dazu, dass es "gesünder" ist als Abendritual. Wie wäre es mit Kuscheln, Lesen, den Tag Revue passieren lassen, Feiern, was heute gut war, einfach Nähe zu genießen... von mir aus auch in Ruhe die Wäsche abnehmen und zusammenlegen (gemeinsam?).


Remind: Selbstfürsorge bedeutet, so nährend wie möglich für sich zu sorgen.


Und nun zum Bett: Gestalte deinen Schlafplatz so gemütlich wie möglich, so dass du dich richtig darauf freust, ins Bett zu gehen, schon allein deshalb, weil du dich dort so wohl fühlst. Dein Bett ist zum Schlafen da und zum Kuscheln. Es ist definitiv kein Arbeitsplatz, keine Streitarena, auch kein Spielplatz für die Kinder. Es ist dein/euer Ruhe- und Rückzugsort, um Energie zu tanken.


Halte es möglichst frei von Plunder, Störfaktoren und auch Dingen, die an Arbeit erinnern. Lass das Handy lieber in einem anderen Raum über Nacht laden und besorg dir einen normalen Wecker. Denn jetzt ist Dienstschluss, du bist offline, auf dem Weg ins Träumeland. Da brauchst du nicht erreichbar zu sein und auch nicht beobachtet zu werden (Stichwort Instaworld).


Jetzt gehts nur ums Schlafen. Sofern du noch recht kleine Kinder hast, sind diese vielleicht auch in deiner Nähe und beeinflussen die Rahmenbedingungen. Vielleicht gelingt es dir dennoch, die Situation anzunehmen, so wie sie gerade ist. Du bist Mama und hast Kinder, die noch so klein sind, dass sie dich ganz nah bei sich brauchen. Das kann anstrengend sein und dennoch kannst du es auch genießen, gemeinsam im Bett zu liegen, zu kuscheln und dabei einzuschlafen. Auch wenn es erst 8 Uhr ist. Egal. Es zählt der Moment.


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Spiel dich geistig frei.

Von Erwartungen, Konventionen, Hirnwichsereien. Das lässt dich gelassen werden und die kostbare Zeit mit deiner Familie genießen.


Wenn du mehr darüber wissen willst, wie du z.B. der Grübelfalle, also dem Gedankenkreisen im Kopf entkommst, lies auch die weiteren Beiträge zur Schlafhygiene.

Mehr dazu folgt....


Linda Syllaba

Autorin und Coach

www.beziehungshaus.at