Kindlichen Selbstwert von Anfang an stärken –warum das so wichtig ist!

Vera Rosenauer, Elterncoach und Autorin von „Kinder stark machen – was dem Selbstwert gut tut“ über das Herzensthema Selbstwertgefühl.



„Der Selbstwert eines Menschen entsteht in den ersten fünf Lebensjahren.“


So oder so ähnlich findet man es immer wieder in der pädagogischen Literatur – Mamas etwas älterer Kinder, die das so lesen, landen dann einigermaßen verängstigt bei mir, weil sie fürchten, es wäre jetzt alles schon verloren und zu spät.


Entwarnung!

Der Selbstwert entwickelt sich ein ganzes Leben lang und wir können, wenn wir nur wollen, immer daran arbeiten. Ich finde sogar, wir müssen das tun – nämlich aus dem etwas machen, zu dem wir gemacht wurden!


Aber ja – eine ganz wichtige Basis für den Selbstwert wird in der frühen Kindheit gelegt und dieses Fundament wird ganz stark durch die Menschen gebaut, die in den ersten Jahren rund um das Kind sind.


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Die große Familientherapeutin Virginia Satir hat das Bild des „großen Topfes“ für den Selbstwert geprägt, der unterschiedlich voll sein kann und wird.

Und je voller dieser Topf in jungen Jahren gefüllt wurde, desto weniger können uns in späteren Jahren Krisen etwas anhaben. So eine Krise kann zum Beispiel Liebeskummer sein (erinnerst du dich daran, wie schlimm der erste Liebeskummer sich anfühlte!) oder auch plötzlicher Jobverlust.


Auch Mutterschaft kann am Selbstwert nagen - vor allem, wenn man sich vorher sehr über seine Leistungen im Beruf definiert hat und nun plötzlich ist ein Zwischendurch-Einkauf im Supermarkt eine Aktion, die den ganzen Tag in Anspruch nimmt. Ganz schnell ist es dann da: das Gefühl nicht genug wert zu sein, weil man ja nichts auf die Reihe kriegt!


Viele von uns haben nämlich von klein auf gelernt, dass Wert und Leistung untrennbar miteinander verbunden sind, was den Boden für Selbstwertkrisen wunderbar bereitet.


Wenn wir dagegen von Anfang an lernen, dass wir wertvoll sind, einfach nur deshalb, weil wir sind, ist die Basis eine ganz andere.


Und nein, ich bin nicht leistungsfeindlich! Bitte versteh das jetzt nicht, dass man einem Kind alle Steine aus dem Weg räumen sollte, damit es bloß nie auch nur ein Haucherl Frustration spüren muss.

Wir würden dem Kind das wundervolle Gefühl des „Etwas-geschafft-haben“ nehmen – wichtig ist nur zu vermitteln, dass der Wert eines Menschen nicht von seiner erbrachten Leistung abhängt. Ein Mensch und sein Verhalten – zwei grundverschiedene Dinge!



Deshalb ist es so wichtig, dass du dein Kind schon von klein auf in seinem Selbstwert stärkst. Ein wichtiger Vorteil im Leben, ich kenne viele Frauen, die erst als Erwachsene in mühevoller Kleinarbeit ihren Selbstwert aufbauen müssen.


„Weil ich es mir wert bin!“


Klingt vielleicht egoistisch, aber keine Angst, du bist es nicht, wenn du als Mama an dir und deinem Selbstwert arbeitest – im Gegenteil, damit bist du ein wundervolles Vorbild, von dem dein Kind viel lernen kann und wird. So wird aus jedem deiner Selfcare-Momente ein Selbstwert-Booster für dein Kind!



Vera Rosenauer

ist Eltern-Coach und selbst Mama von zwei mittlerweile Teenager-Töchtern.

Mit ihrem Blog www.abenteuer-erziehung.at begleitet sie Eltern von Babys und Kleinkindern in allen Fragen der Erziehung und Ernährung.

Im Februar 2021 hat sie das Buch „Kinder stark machen – was dem Selbstwert gut tut“ veröffentlicht.



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